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Frequently Asked Questions     
     Die FAQ werden fortlaufend erweitert

> Warum wurde Inter Homines gegründet?

> Wo hat Inter Homines seinen Sitz?

> Was ist das Menschenrechtsverständnis von Inter Homines?

> Welchem Traumakonzept folgt Inter Homines?

> Wie finanziert sich Inter Homines?


> Ist es nicht problematisch, mit so verschiedenen Verfolgtengruppen wie Nazi- und  
   SED-Verfolgten und ausländischen Flüchtlingen psychosozial zu arbeiten? Erfordert
   dies nicht jeweils spezialisierte Einrichtungen?

> Kann man bei Inter Homines ein Praktikum machen?       




Antworten


Warum wurde Inter Homines gegründet?


IH wurde gegründet, um das gesundheitliche Versorgungsangebot für politisch verfolgte und traumatisierte Menschen zu erweitern. Zudem wurde die Notwendigkeit gesehen, hierbei
den Empowerment-Ansatz zu betonen. Siehe dazu > Normatives Empowerment



Wo hat Inter Homines seinen Sitz?

IH hat derzeit keine eigenen Praxisräume. Diese werden jeweils vom Kooperationspartner zur Verfügung gestellt. Die Geschäftsstelle befindet sich beim Vereinsvorsitzenden (> Kontakt).     



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Was ist das Menschenrechtsverständnis von Inter Homines?

IH folgt hier dem > Verständnis des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

 

Welchem Traumakonzept folgt Inter Homines?
 
Maßgeblich für die IH-Praxis ist das Konzept der Sequentiellen Traumatisierung von Hans Keilson (1979). Danach ist ein Trauma nicht als einmaliges Ereignis/Erlebnis in der Vergangenheit zu betrachten. Vielmehr gibt es bei politischer Verfolgung oft eine Abfolge traumatischer Sequenzen, die sich wechselseitig verstärken. So etwa bei Flüchtlingen die Abfolge Repressalien > direkte politische Verfolgung > Flucht > Exil > Abschiebung. Wesentlich ist der Gedanke, dass es die Sequenzen nach der direkten politischen Verfolgung sind, die darüber bestimmen, ob und wie stark eine Traumatisierung sich ausprägt oder gar chronifiziert. Dem Exilland kommt daher hin-
sichtlich des Menschenrechts auf Gesundheit eine besondere Verantwortung zu. Und psycho-
soziale Maßnahmen lassen sich dann als gesundheitsförderliche Gegensequenzen zur Trauma-
tisierung verstehen. Andere Traumakonzepte, wie zum Beispiel die Posttraumatische Belastungs-
störung (PTBS) oder die Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, ergänzen und spezifizieren das Grundkonzept der Sequentiellen Traumatisierung. Für eine ausführliche Darstellung siehe > Schreiber et al. (2006) (ext Link).

Keilson, H. (1979): 
Sequentielle Traumatisierung bei Kindern: Deskriptiv-klinische und quantifizierend-statistische follow-up Untersuchung zum Schicksal der jüdischen Kriegswaisen in den Niederlanden.
Stuttgart: Enke.

Schreiber, V., Iskenius, E.-L., Bittenbinder, E., Brünner, G. & Regner, F. (2006):
"In meiner Heimat haben sie mich mit Stöcken geschlagen, hier schlagen sie mich mit Watte": Exil in Deutschland als traumatische Sequenz.
In: Ders. & Heckl (Hrsg.): Politische Traumatisierung III: Menschenrechte, Recht, Gerechtigkeit. Zeitschrift für Politische Psychologie, Jg. 14, Nr. 1+2.
> zum Text (ext. Link)


 
Wie finanziert sich Inter Homines?

IH finanziert sich hauptsächlich projektbezogen: Es wird versucht, für einzelne Projekte über verschiedene Fundraising-Instrumente eine Finanzierung zu sichern, für Honorare, Räumlichkeiten, Sachmittel u.a. Sobald dies gewährleistet ist, kann das Projekt durchgeführt werden (abgesehen von ehrenamtlichem Einsatz).



Ist es nicht problematisch, mit so verschiedenen Verfolgtengruppen wie Nazi- und SED-Verfolgten und ausländischen Flüchtlingen psychosozial zu arbeiten? Erfordert dies nicht jeweils spezialisierte Einrichtungen?
 
Nein, denn Inter Homines arbeitet auf der Grundlage der Menschenrechte. Aus dieser Sicht kommen jedem Menschen unterschiedslos die gleichen unveräußerlichen Elementarrechte zu. Sie lassen sich dem > Deutschen Menschenrechtsinstitut zufolge als Antwortversuche auf strukturelle Unrechtserfahrungen verstehen. Auf dieser gemeinsamen menschenrechtlichen Grundlage müssen die verschiedenen historischen, politischen, rechtlichen und kulturellen Kontexte des Verfolgungsunrechts dann freilich sehr genau in der psychosozialen Praxis berücksichtigt werden. Dies geschieht bei Inter Homines, indem auf die jeweiligen Verfolgtengruppen zugeschnittene Projekte durchgeführt werden
.



Kann man bei Inter Homines ein Praktikum machen?
 
In Ausnahmefällen ja. IH arbeitet derzeit mit einem Praktikanten zusammen. Da der Verein aber keine eigenen Räume hat und hauptsächlich projektbezogen arbeitet, ist die Durchführung eines konventionellen Blockpraktikums mit Betreuung nicht möglich. Vorstellbar ist allenfalls ein zeitlich gestrecktes Praktikum, das an die Praktikantin / den Praktikanten besonders hohe Anforderungen an Flexibilität, Eigeninitiative und Motivation stellt.









































 
 


   


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